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Wirtschaft & Industrie

Telekom-Chef Obermann hält am Kurs seines Vorgängers fest

Auf Rickes Spuren


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Auf Rickes Spuren ©ddp

(PR-inside.com 06.12.2006 13:20:58) - Der neue Telekom-Vorstandschef René Obermann hält am
grundsätzlichen Kurs seines Vorgängers Kai-Uwe Ricke fest. Obermann
bekräftigte am Mittwoch in Bonn die langfristigen Sparziele des
Konzerns von fünf Milliarden Euro bis 2010. Auch solle das neue
VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz im geplanten Umfang ausgebaut werden.
«Massiven Verbesserungsbedarf» räumte Obermann beim Service des
Konzerns ein.

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Bonn (ddp). Der neue Telekom-Vorstandschef René Obermann hält am grundsätzlichen Kurs seines Vorgängers Kai-Uwe Ricke fest. Obermann bekräftigte am Mittwoch in Bonn die langfristigen Sparziele des Konzerns von fünf Milliarden Euro bis 2010. Auch solle das neue VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz im geplanten Umfang ausgebaut werden. «Massiven Verbesserungsbedarf» räumte Obermann beim Service des Konzerns ein. Obermann warnte aber vor zu hohen Erwartungen. Die Service-Optimierung sei
nicht eine Sache von «wenigen Monaten». «Wir brauchen dazu Zeit», sagte der Vorstandschef. Sein Vorgänger Kai-Uwe Ricke hatte Anfang September das Ziel ausgegeben, die Telekom bis 2008 zum besten Dienstleister der Branche in Europa zu machen. Auf dem hartumkämpften deutschen Markt erwartet Obermann weitere Verluste bei den herkömmlichen Festnetzanschlüssen. Der neue Telekom-Vorstandschef versprach, der Konzern werde alles daran setzen, diese Entwicklung zu bremsen. «Mehr Gewicht auf Kundenbindung, besserer Service und günstigere Preise sind die richtigen Instrumente dafür», betonte er. Der neu zusammengesetzte Vorstand werde nun gemeinsam an einer Langfriststrategie arbeiten, in deren Mittelpunkt die Kundenbedürfnisse stünden. Obermann bekräftigte gleichzeitig, dass der bereits eingeläutete gemeinsame Marktauftritt von Festnetz und Mobilfunk in Deutschland erste Wirkung zeige. Die «kräftige Nachfrage» nach den im Herbst eingeführten neuen Tarifen bei T-Com und T-Mobile zeige, «dass das Bild der in Scharen davonlaufenden Kunden schief und einseitig ist», sagte der Vorstandsvorsitzende. Beim Ausbau des VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetzes bezeichnete Obermann die vom Bundestag verabschiedete Novelle als «gute Kompromisslösung, mit der wir uns arrangieren können». Es sei nicht das Ziel, den Wettbewerb bei VDSL auszuschließen. Vielmehr könnten andere Diensteanbieter der Telekom sogar für eine schnelle Markterschließung von Nutzen sein, sagte Obermann. Die Gesetzesvorlage, die noch vom Bundesrat gebilligt werden muss, ermöglicht eine Freistellung des VDSL-Netzes von der Regulierung. Die Telekom will auch an ihrer Beteiligung am Mautbetreiberkonsortium Toll Collect festhalten, wie Geschäftskundenvorstand Lothar Pauly sagte. Obermann gab indirekt zu verstehen, dass in der Geschäftskundensparte T-Systems keine generelle Trennung vom IT-Geschäft geplant sei. Obermann stellte vor der Presse seine neue Mannschaft vor. Demnach übernimmt Timotheus Höttges von Walter Raizner den Vorstandsposten für das Festnetz, neuer Chef von T-Mobile als Nachfolger Obermanns wird Hamid Akhavan, wie bereits am Dienstag bekannt gegeben worden war. Obermann kündigte nun an, dass dem Vorstand ein fünfköpfiges Beratergremium aus internen Managern und Fachleuten von außen zur Seite gestellt werde. (ddp) © ddp

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