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Auf der Jagd nach schwedischen Elchen



Auf der Jagd nach schwedischen Elchen
Tierfilmer Jens Klingebiel bei der Arbeit

(PR-inside.com 08.12.2012 15:43:11)

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Auf der Jagd nach schwedischen Elchen

Anfang September. In Deutschland herrschen noch immer sommerliche Temperaturen. Die Felder werden gerade erst abgeerntet, es ist T-Shirt Wetter. Trotzdem packen wir unsere dicken Jacken ins Auto. Unsere Reise führt uns ins 2.000km entfernte Solberg im Västernorrland. Nur 70km entfernt vom schwedischen Lappland. In Nordschweden
verfärben sich nun die Wälder in satten Gelb- und Rottönen und in den Nächten sinkt die Temperatur unter den Gefrierpunkt. Der Waldboden ist voll von Blaubeeren und Preiselbeeren und wenn die Sonne vom blauen Himmel scheint zeigt sich die perfekte Herbstlandschaft.

Es ist die Zeit der Elchjagd.

Die Elchjagd beginnt in Nordschweden immer am ersten Montag im September. Weiter südlich beginnt sie aufgrund des später beginnenden Winters erst 4 Wochen danach - im Oktober.

Unsere Fahrt führt uns über die vollen Autobahnen Deutschlands, auf der Ostseeinsel Fehmarn geht es mit der Fähre nach Dänemark und nach 200km über die Öresundbrücke in das entspannte und ruhige Schweden.

Nach 2 Tagen Fahrt erreichen wir endlich das Ziel unserer Reise. Solberg im Västernorrland.
Solberg hat rund 150 Einwohner, einen kleinen Laden, eine Tankstelle, eine alte Holzkirche und eine Skipiste für die schneesicheren Winter. Umgeben von endlosen Wäldern und traumhaften Seen kann man hier die Ruhe der Natur so richtig genießen.
Es gibt in Schweden etwa 300.000 Elche, von denen während der Jagd ca. 100.000 erlegt werden. Allein im ca. 3000 Hektar großen Jagdgebiet rund um Solberg sollen 16 Elche pro Jahr geschossen werden.
Als Tierfilmer sehe ich das Thema Jagd sehr neutral. Jagd gehört zur Natur. Überall lautet das Motto „fressen und gefressen werden“. Der Mensch hat im laufe der Zeit das natürliche Gleichgewicht zwischen Jägern und Gejagten zerstört. Obwohl in Schweden noch Bären und Wölfe in freier Wildbahn existieren, ist das Gleichgewicht nicht mehr in Takt und so würde die Anzahl der Elche sehr schnell zu groß. Der Mensch muss nun also bestandsregulierend eingreifen. Eine Aufgabe, die die schwedischen Jäger gern übernehmen.

Die schwedischen Jäger fiebern auf die Elchjagd hin. Es wird extra Urlaub genommen, um auf jedem Fall an der ersten Woche Jagd teilnehmen zu können

Bevor die eigentliche Jagd jedoch beginnt, ist dass alljährliche Einfinden der Jäger auf dem Schießstand notwendig. Hier wird die Präzession der Waffen und der sichere Schuss auf den laufenden Elch trainiert.
Aufgrund der Geschwindigkeit laufender Elche muss der Jäger ungefähr in Höhe des Elchkinns abdrücken um einen Treffer in der Herzregion zu gewährleisten.
Die schwedischen Jäger haben kein Interesse daran, den Tieren unnötige Schmerzen zuzufügen und aufwendige Nachsuchen zu organisieren.
Die Waffen sind eingeschossen, die Jäger hoch motiviert. Das Wetter ist sonnig.
Nun kann die Jagd beginnen.

In den frühen Morgenstunden rücken die Jäger aus.
Auf der Fahrt in die Reviere stehen Kraniche auf Wiesen und Feldern. Sie sind nur noch wenige Tage in Nordschweden. Die Kraniche haben hier oben ihre Jungen großgezogen und sind nun bereit, in auffälligen V-Formationen ihren langen Weg Richtung Süden aufzunehmen.
Langsam und vorsichtig geht es durch die einsamen Wälder Schwedens. Die Jäger pirschen ohne unnötige Geräusche zu machen. Die Waffe ist geladen und alle Sinne angespannt. Hinter jedem Hügel könnte ein Elch stehen. Man postiert sich auf Hochsitzen oder festen Plätzen im Gelände. Gejagd wird mit schwedischen Elchhunden. Meist setzt eine Jagdgesellschaft immer nur einen Hund ein. Die Hunde treiben mit lautem Gebell die großen Elche vor sich her. Jeder Hund ist mit einem GPS-Sender ausgestattet. Somit können die Hundeführer ihre Jagdhunde gut in den endlosen Wäldern wiederfinden und sie sehen gleichzeitig ganz genau, in welche Richtung die Elche unterwegs sind.
Es ist erstaunlich, mit welcher Ruhe die Elche auf die Belästigung durch die Jagdhunde reagieren. Wir haben für die Dreharbeiten zu unserem Film „Elchjagd in Schweden“ einen Jagdhund mit einer Minikamera ausgestattet. Obwohl die Hunde laut bellend um den Elch herumlaufen, äst der Elch in aller Ruhe weiter und bewegt sich nur widerwillig.
Während unserer Jagd werden auf diese Weise 6 Elche innerhalb der ersten Woche erlegt. Der gezielte Schuss in die Herzregion, tötet den Elch binnen weniger Sekunden. Eine Nachsuche habe ich in Schweden noch nicht erlebt. Dies liegt zum einen an der gewissenhaften Art der Jäger als auch an dem überaus großen Ziel.

Wird ein Elch geschossen, so ist es eine große Herausforderung für Jäger und Technik, die bis zu 600kg schweren Tiere zu bergen. Das enorme Gewicht dieser großen Hirsche erklärt, warum in Schweden mindestens 5 Jäger an einer Elchjagd beteiligt sein müssen. Der Abtransport wäre für einen einzelnen Jäger nicht bewältigen.
Aber zuerst kommt die „blutige Arbeit“ der Jäger. Die Elche müsse aufgebrochen werden. Die Innereien des Elchs verbleiben im Wald. Sie werden in den nächsten Tagen von einem der 3000 Braunbären Schwedens gefunden. Die Jäger haben großen Respekt vor den Bären. Zwar werden die Braunbären in Schweden auch bejagd allerdings sind wenige der befreundeten Jäger wirklich willens auf einen Bär zu schießen. Bären können ausgesprochen aggressiv reagieren, wenn sie sich bedroht fühlen. Außerdem ist ein Bär ein Gegner, der schneller läuft, besser klettert und besser schwimmt als ein Mensch. Nur ein wirklich geübter Schütze sollte sich auf Bärenjagd begeben.
Nachdem die Elche an Ort und Stelle aufgebrochen wurden, kommt ein leistungsstarkes Allradquad zum Einsatz. Mit Hilfe des Quads und einer großen „Wildwanne“, die eher Ähnlichkeit mit einem flachen Ruderboot hat, werden die Elche aus den Wälder gezogen. Über umgestürzte Bäume, Felsen, bergauf und bergab werden die Elche in eine Halle transportiert und dort aus der Decke geschlagen und verbleiben dann in einer Kühlkammer bis zum endgültigen Zerlegen.
Die Elchjagd in Schweden ist immer wieder ein Abenteuer und ein Erlebnis, welches man nicht so schnell vergisst. Als Tierfilmer war ich mit meiner Kamera hautnah dabei. Entstanden ist ein 43min. Film über die Jagd aber auch die traumhaft schöne Natur Schwedens.

Jens Klingebiel findet man natürlich im Internet:
http://www.wildlife-stockfootage.de
http://www.facebook.com/KlingebielNaturfilm
Die DVD „Elchjagd in Schweden“ ist bei Amazon und auf www.dvd-tierfilme.de für 16,90€ erhältlich.
Auf dem Postweg kann die DVD ebenfalls bestellt werden:

Jens Klingebiel
Tier- und Naturfilm
Im Bruchhof 3
34225 Baunatal
Kontaktinformation:
Jens Klingebiel
Tier- und Naturfilm
Im Bruchhof 3
34225 Baunatal


Im Bruchhof 3
34225 Baunatal

Kontakt-Person:
Jens Klingebiel

Telefon: 0157-77097412
E-Mail: e-Mail

Web: http://www.wildlife-stockfootage.de




Erklärung: Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.
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