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Wirtschaft & Industrie
Auch Kanada prüft Verdacht der Zinsmanipulation © apa (PR-inside.com 15.02.2012 12:34:12) - Die internationalen Untersuchungen gegen mehrere Großbanken wegen möglicher Zinsmanipulationen ziehen immer weitere Kreise. Nun ermitteln auch die kanadischen Kartellbehörden. Nach eigenen Angaben gehen sie dem Verdacht nach, die Institute könnten sich bei der Festsetzung der japanischen Yen-Libor-Zinssätze unzulässig abgesprochen haben.
(New York/Frankfurt | APA/Reuters | 2012-02-15 12:34) Die internationalen Untersuchungen gegen mehrere Großbanken wegen möglicher Zinsmanipulationen ziehen immer weitere Kreise. Nun ermitteln auch die kanadischen Kartellbehörden. Nach eigenen Angaben gehen sie dem Verdacht nach, die Institute könnten sich bei der Festsetzung der japanischen Yen-Libor-Zinssätze unzulässig abgesprochen haben.
Namen von betroffenen Banken nannte eine Sprecherin der kanadischen Aufsicht nicht. Laut einem Bericht des "Wall Street
Journal" vom Dienstag ist unter anderem die Deutsche Bank betroffen. Deutschlands größtes Geldhaus wollte sich zu den Informationen am Mittwoch nicht äußern.
Der Libor (London Interbank Offered Rate) ist ein täglich festgelegter Referenzzinssatz im Interbanken-Geschäft. Er ist daher Grundlage für viele andere Finanzmarktgeschäfte.
Auch in Europa sind Zinsgeschäfte von Banken ins Visier der Wettbewerbshüter geraten. So prüft die EU-Kommission, ob es im Zusammenhang mit dem sogenannten Euribor-Zins zu einem Marktkartell gekommen ist. Der Euribor ist der Zinssatz, den europäische Banken untereinander beim Handel von Einlagen mit einer festgelegten Laufzeit von einer Woche bis zwölf Monate verlangen. Die Euribor-Werte werden auch als Berechnungsgrundlage für andere Zinsprodukte wie etwa Swaps oder Futures genutzt.
Anfang Februar sind auch die Schweizer Behörden aktiv geworden. Die Wettbewerbshüter gehen davon aus, dass Derivatehändler bei einer Reihe von Banken die Zinssätze Libor und Tibor manipuliert haben, um höhere Gewinne zu erzielen. Im Visier der Schweizer Aufsicht Weko steht ebenfalls die Deutsche Bank.
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