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Wirtschaft & Industrie
AUA kündigt Bord-KV überraschend auf © apa
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| Nun geht es hart auf hart bei der AUA APA (Archiv/Jäger) |
(PR-inside.com 15.02.2012 17:22:12) - Bei der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines eskaliert die Auseinandersetzung zwischen Unternehmen und Belegschaft um neue Kollektivverträge. Die Austrian hat amMittwoch überraschend den Bord-KV aufgekündigt. Damit droht 2.300 der 6.000 Mitarbeitern der Airline-Gruppe ein Zwangsumstieg auf den um 20 bis 25 Prozent billigeren Tyrolean-KV.
(Wien | APA | 2012-02-15 17:20) Bei der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines eskaliert die Auseinandersetzung zwischen Unternehmen und Belegschaft um neue Kollektivverträge. Die Austrian hat amMittwoch überraschend den Bord-KV aufgekündigt. Damit droht 2.300 der 6.000 Mitarbeitern der Airline-Gruppe ein Zwangsumstieg auf den um 20 bis 25 Prozent billigeren Tyrolean-KV.
Mit der
Aufkündigung des Bord-KV - genannt "Betriebsübergang zur Tyrolean Airways" - zieht die AUA die Reißleine. Ende Februar will das Unternehmen nämlich Klarheit haben, ob auch via Kollektivvertrag Einsparungen möglich sind. Am 29. Februar findet die entscheidende Aufsichtsratssitzung statt, bis zu der klar sein soll, ob es wirtschaftlich eine Basis für eine Zukunft der AUA gibt. Dafür will der Vorstand etwa die automatischen Gehaltsvorrückungen, das alte Abfertigungsrecht und die teuren Pensionsregelungen wegbringen. Davon hängt ab, ob die AUA-Mutter Lufthansa bereit ist, der rot-weiß-roten Tochter bei der geplanten Umstellung der Mittelstreckenmaschinen von Boeing auf Airbus ("Umflottung") unter die Arme zu greifen.
Wenngleich die AUA ihren Schritt der KV-Aufkündigung nur als "vorsorgliche Maßnahme" vorbehaltlich doch noch weiterer Gespräche mit der Gewerkschaft ansieht, drohen von dort umgehend "Aktionen". Dies hatten jedenfalls Belegschaftsvertreter schon vorab für einen solchen Fall angekündigt. Das AUA-Management hofft doch noch auf ein Verhandlungsergebnis in den nächsten zwei Wochen. Die letzten Gespräche waren am Dienstag gescheitert, ein für Mittwoch geplantes Treffen kam gar nicht mehr zustande.
Derzeit gibt es innerhalb der AUA-Gruppe drei verschiedene Kollektivverträge: Austrian Boden (zuständig die GPA-djp), Austrian Bord (vida) sowie Tyrolean Boden und Bord (vida). Die Lauda Air hat Austrian-Verträge. Personalkosteneinsparungen sind Teil eines Gesamtprogramms, mit dem die österreichische Lufthansa-Tochter AUA heuer 220 Mio. Euro aufbringen will. Seit 2008 hat die AUA rund 1.500 Beschäftigte abgebaut.
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