(PR-inside.com 09.11.2009 15:08:03) - In der Essener Grugahalle sind am Montag die Gläubiger der
Holding des insolventen Handels- und Touristikkonzerns Arcandor
zusammengekommen. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg machte ihnen
wenig Hoffnung darauf, dass ihre Forderungen umfassend bedient
werden. Die Quote der Schuldnerin werde «im unteren
Promille-Bereich» liegen, sagte Görg laut vorab verbreitetem
Redetext.
Ausdrucken
Per e-Mail empfehlen
Düsseldorf (ddp-nrw). In der Essener Grugahalle sind am Montag die Gläubiger der Holding des insolventen Handels- und Touristikkonzerns Arcandor zusammengekommen. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg machte ihnen wenig Hoffnung darauf, dass ihre Forderungen umfassend bedient werden. Die Quote der Schuldnerin werde «im unteren Promille-Bereich» liegen, sagte
Görg laut vorab verbreitetem Redetext. Als Hauptgründe nannte er die geringen Vermögenswerte und die stark «aufgeblähte» Passivseite der Bilanz als Folge von Ergebnisabführungsverträgen.
Am Dienstag findet an gleicher Stelle die Gläubigerversammlung für die zu Arcandor gehörende Warenhauskette Karstadt statt. Görg will dann ein mit allen Seiten abgestimmtes Sanierungskonzept vorlegen. Am Samstag hatten sich die Gewerkschaft ver.di und der Insolvenzverwalter in Grundzügen auf einen Sanierungs-Tarifvertrag geeinigt, laut dem die Belegschaft einen Betrag von 150 Millionen Euro zur Rettung des Unternehmens aufbringen will. Am Mittwoch steht die Gläubigerversammlung der Versandhandelstochter Quelle an.
Ausgerichtet werden die Gläubigerversammlungen vom Amtsgericht Essen. Bisher gingen dort etwa 150 000 Forderungen von rund 50 000 Gläubigern ein. Die Gesamtsumme der Forderungen beläuft sich auf annähernd 20 Milliarden Euro. Davon entfallen 15 Milliarden Euro auf die Arcandor-Holding, 2,6 Milliarden Euro auf Karstadt und 1,7 Milliarden Euro auf Quelle. Das Insolvenzverfahren war am 1. September eröffnet worden.
(ddp)
Erklärung:
Das Copyright für sämtliche Nachrichten und Bilder, die mit ddp gekennzeichnet sind und auf PR-inside.com publiziert werden, obliegt der Nachrichtenagentur ddp Deutscher Depeschendienst GmbH. Wenn Sie Fragen zu den veröffentlichten Meldungen haben, kontaktieren Sie bitte ddp.