(PR-inside.com 09.11.2009 14:41:03) - Europas größter Versicherungskonzern Allianz hat sich im
zurückliegenden Quartal besser entwickelt als von Experten erwartet.
Der Wegfall der verlustträchtigen Tochter Dresdner Bank, eine
Erholung an den Finanzmärkten und ein damit verbundener geringerer
Abschreibungsbedarf führten zu einem über den Prognosen liegenden
Gewinn.
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München (ddp). Europas größter Versicherungskonzern Allianz hat sich im zurückliegenden Quartal besser entwickelt als von Experten erwartet. Der Wegfall der verlustträchtigen Tochter Dresdner Bank, eine Erholung an den Finanzmärkten und ein damit verbundener geringerer Abschreibungsbedarf führten zu einem über den Prognosen liegenden Gewinn. Einen konkreten
Jahresausblick wollte der Konzern am Montag in München bei der Vorstellung der Quartalsbilanz dennoch nicht geben. Anleger schien dies nicht zu stören. Das DAX-Papier legte deutlich zu.
Das operative Ergebnis stieg den Angaben zufolge von Juli bis September gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Damit wurden die Schätzungen von Experten übertroffen, die im Durchschnitt nur mit 1,8 Milliarden Euro gerechnet hatten. Der Überschuss habe bei 1,3 Milliarden Euro gelegen. Im dritten Quartal 2008 hatte der Versicherer wegen Belastungen durch die Dresdner Bank, die mittlerweile an die Commerzbank verkauft worden ist, einen Verlust von rund zwei Milliarden Euro verbucht. Der Umsatz sei um rund fünf Prozent auf 22,0 Milliarden Euro gestiegen. Auch damit lag der Konzern leicht über den Analystenschätzungen von durchschnittlich 21,9 Milliarden Euro.
Maßgeblich zur Ergebnisverbesserung beigetragen habe die Erholung im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft. Hier seien die Prämieneinnahmen um 15 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro gestiegen. Bei der Schaden- und Unfallversicherung hätten sich die Einnahmen hingegen um 2,4 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro verringert. In der Finanzsparte seien die Erträge um 22,5 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro gestiegen. Abgesehen vom Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft, hätten die Ergebnisse zugelegt. Das Eigenkapital habe sich im Vergleich zum 30. Juni 2009 um 14 Prozent auf 39,4 Milliarden Euro erhöht.
Insgesamt belege das Gesamtergebnis die «gesunde Ausgangsbasis» des Konzerns, sagte Finanzvorstand Oliver Bäte. Auch in schwierigen Zeiten mit strukturell niedrigeren Renditen könne der Konzern solide Ergebnisse liefern. Einen konkreten Ausblick auf das Gesamtjahr gab die Allianz dennoch nicht. Angesichts der Rezession und der Volatilität der Kapitalmärkte seien zuverlässige Aussagen über das künftige Ertragsniveau nicht möglich, hieß es im Geschäftsbericht.
«Die Zahlen sind besser als erwartet ausgefallen», urteilte Analyst Konrad Becker vom Bankhaus Merck Finck & Co. «Auch alle Segmente sind besser als erwartet.» Daher hält Becker an seiner Kaufempfehlung für das Papier fest. Auch die Analysten der WGZ-Bank beurteilten die Zahlen positiv und empfehlen das Papier nun zum Kauf. Viele Anleger sahen das offenbar ähnlich. Bis zum Mittag stieg das Papier um 5,7 Prozent auf 83,87 Euro.
(ddp)
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