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Allet Jute aus Berlin - Einkaufsbeutel mit Berlinwerbung macht das Rennen im IX. Wettbewerb Werbewerke der Regionalgruppe 56 im Verein Deutsche Sprache

Allet Jute aus Berlin - Einkaufsbeutel mit Berlinwerbung macht das Rennen im IX. Wettbewerb Werbewerke der Regionalgruppe 56 im Verein Deutsche Sprache
Der IX. Wettbewerb Werbewerke, den wieder Sparkasse Koblenz und Lottostiftung Rheinland-Pfalz unterstützt haben, ist entschieden.: Den Ersten Preis erhielt ein Einkaufsbeutel aus Berlin mit seinem Mundartwunsch „Allet Jute aus Berlin“ . Jute ist aber auch ein biologisch abbaubarer, gut verrottbarer und wiederverwertbarer Rohstoff. Das Umweltbewusstsein der Käufer verbindet sich mit unaufdringlicher Werbung für die Hauptstadt – der Beutel zeigt auch einen kleinen Berliner Bären .

 

PR-Inside.com: 2016-09-19 07:47:02
Koblenz, den 17. 9. 2016

Seit 2008 schreibt die Regionalgruppe 56 im VDS unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Heinz-Günther Borck jährlich mit Unterstützung von Sparkasse Koblenz und Lottostiftung Rheinland-Pfalz einen Wettbewerb Werbewerke für "Werbung, die wirklich wirbt und nicht verwirrt", seit 2014 in leicht abgewandelter Form ("...die anspricht statt anstrengt") aus. Dieser Wettbewerb, bei dem die Teilnehmer Bilder von Werbemaßnahmen einsenden, soll den einfallsreichen Umgang mit der deutschen Sprache fördern und überflüssige, verständnishemmende Anglizismen entlarven.


Bei der Eröffnung der Preisverleihung in den Räumen der Sparkasse Koblenz,für deren Vorstand Jörg Perscheid ein Grußwort an die Teilnehmer richtete und die musikalisch vom Neuwieder Liedermacher und Mundartdichter Manfred Pohlmann begleitet wurde, erinnerte Borck an die leider seit 2008 kaum veränderte Begründungslage für den Wettbewerb. Wie seinerzeit das Ebolavirus in Afrika, so verbreiten sich unnütze, oft nichtssagende Anglizismen wie "Sale" statt "Schlussverkauf", "Okay" statt "Ja" bzw. "Verstanden", oder "Award" statt "Preis" in den Medien und in der Werbung. Auch „Coming soon“ statt Neueröffnung wird in der Werbung immer beliebter, und im Sport verdrängen englische Wörter besonders im Fernsehen althergebrachte deutsche Begriffe (etwa „Keeper“ statt „Torwart“ oder „Final“ statt „Endspiel“).

Einstimmig sprach das Preisgericht Erika Hoheisel den Ersten Preis für die Berlin-Werbung auf dem Jute-Einkaufsbeutel aus, weil hier mehrere positive Assoziationen zusammengebunden werden – was die wegen nicht gelingender Großprojekte in Verruf geratene Hauptstadt gut brauchen kann.

Den Zweiten Preis erhielt Anna Hausmann für die Werbung des Kaufhauses Stolz, das seinen Kunden farbig bedruckte, gut vorzeigbare Einkaufstaschen mit dem Bild eines zum Meer führenden Strandweges anbietet und so mit dem Teekesselchen „Meerweg Tasche – Mehrwegtasche“ spielt. Den Dritten Preis bekam Dorothee Urmersbach-Gruber für eine Frisörwerbung „Hauptsache“, die den abstrakten Begriff für Wichtiges mit der am konkreten Kopf („Haupt“) eines Menschen zu leistenden Arbeit (angedeutet durch die Verschmelzung des Großbuchstabens A mit einer Schere) verbindet. Alexandra Bungert wurde für die Internetwerbung des Vereins „TotFundHund“, die gleichsam mit drei sprachlichen Paukenschlägen die Tierliebe der Bevölkerung ansprechen will, ein Sonderpreis zugesprochen. - Die missglückte Internetwerbung des Hotels Berlin, Berlin, die Dr. Albrecht Giese eingesandt hatte, wurde mit dem „Sprachrüffel 2016“ „ausgezeichnet“.

Der dreiköpfige Regionalvorstand (Prof. Dr. Heinz-Günther Borck, Walter Busch und Karin Schnurpfeil, die zum Programm ihr eigenes Gedicht „Die verratene Sprache“ beisteuerte) und die Teilnehmer der Preisverleihung, die mit dem von Manfred Pohlmann schon traditionell gespielten und von allen mitgesungenen Lied „Die Gedanken sind frei“ endete, waren sich einig: Der Wettbewerb muss weitergehen!

Presseinformation
Verein Deutsche Sprache regionalgruppe 56
Prof. Dr. H.-G. Borck


Karthäuserhofweg 22


56075 Koblenz

Prof. Dr. Heinz-Günther Borck
Regionalleiter region 56 im VDS
0261679521
email
www..vds-ev.de

Veröffentlicht durch
Heinz-Günther Borck, Prof. Dr.
0261679521
e-mail
www.obere-meerbach.de



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